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Pflanzengeschichten-Archiv von Licht + Kräuter

 

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Pflanzengeschichten März/April 2018

Das Scharbockskraut - Ranunculus ficaria
Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse Ranunculaceae

Scharbockskraut Februar 14 VI

 

 

Ich besuche gerne das Mühlenbachtal...

Abgesehen davon liebe ich es durch Auen zu laufen. Ich genieße die Üppigkeit der Vegetation, außerdem findet man in der Aue schon recht früh die ersten grünen Kräuter, einfach weil es am Wasser etwas milder ist.
Ganze Teppiche von knackigen und nussig schmeckenden Blättern des Scharbockskrautes breiten sich vor mir aus. Sie schmecken köstlich und sind voller Vitamine und Vitalstoffe. Das braucht schließlich der Mensch nach einem ungemütlichen und dunklen Winter.
Ich verstehe nun die Freude unserer Vorfahren, die nach der kalten Jahreszeit endlich die ersten grünen Blätter zu essen bekamen. Denn schließlich hatten sie keinen Supermarkt in der Nähe und konnten sich nicht mit Südfrüchten über „Wasser“ halten bis die Tage endlich wieder länger wurden.

Das Scharbockskraut ist eine der ersten essbaren Wildkräuter im Jahr. Dieses Wildpflänzchen bereicherte schon die Ernährung unserer Vorfahren.
Nach den langen, dunklen und kalten Wintertagen gehörte es zu den ersten Vitaminspendern.
Der Scharbock (Skorbut) war einer der üblen Krankheitsdämonen in früheren Zeiten, die durch Vitamin C-Mangel entstanden sind. Müdigkeit, Haut und Darmblutungen, brüchige Nägel, Zahnverlust und sogar Störungen der Herztätigkeit waren seine Auswirkungen.
Man entdeckte, dass die ersten Frühlingskräuter, diese Beschwerden linderten und so nannte man sie die Scharbockskräuter.
Da unsere Körper kein Vitamin-C produzieren können, sind wir eigentlich wie immer, wenn wir gesund bleiben wollen auf unsere Pflanzenwelt angewiesen.

Dieses kleine bis zu 20 cm große Pflänzchen mit seinen glänzenden runden und herzförmigen Blättchen, finden wir immer dort, wo es feucht ist. Seine gelben Blüten mit den vielen glänzenden Blütenblättern strahlen wie Sterne auf dem grünen Grund.
An seinen Wurzeln, sitzen längliche Knöllchen, die stärkehaltig sind und wie Barbiekartoffeln aussehen.
Da es in dieser frühen Jahreszeit März, April noch sehr kalt sein kann, geht das Scharbockskraut auf Nummer sicher. Es kreiert in den Achseln der Blätter Brutknöllchen (Bulbillen). Diese werden einfach zum Ende der Vegetationsperiode abgestoßen. Sie überwintern auf der Erdoberfläche, um im nächsten Frühjahr auszukeimen.
So ist dieses Pflänzchen nicht unbedingt auf fleißige Insekten angewiesen.

Das Scharbockskraut ist in Auen, auf feuchten Wiesen, in Parks, unter Hecken und in krautreichen Laubwäldern zu finden.
Es breitet sich wie ein grüner Teppich aus und liebt die Gesellschaft von Lungenkraut, Waldmeister, Aronstab und Anemonen.
Im Sommer ziehen sich dieses Pflänzchen wie die Anemonen und der Bärlauch wieder in die Erde zurück, um Kraft für die nächste Wachstumsperiode zu sammeln.
Die Blätter des Scharbockskrautes ähneln denen von Veilchen, Knoblauchrauke und Gundermann, die ebenfalls essbar sind und in den Frühlingssalat gehören. Aber das Scharbockskraut hat Blättchen, die an der Oberfläche aussehen wie lackiert.

 

Scharbockskrautbluete 2

 

Volksheilkundliches:
Wir sprechen hier von einem Heilkraut aus der Volksheilkunde. Es spielte als „Blutreinigungsmittel“ eine Rolle. Gegen Hautunreinheiten trank man den Tee aus getrockneten Blättern. Auch bei Hämorrhoiden soll es im Sitzbad eine gute Wirkung haben.

Kommission E: 

Negativ

Kontraindikation:

Da das Scharbockskraut zu den Hahnenfußgewächsen gehört, bildet es auch während der Blüte ein Alkaloid, das Protoanemonin. Deshalb werden die Blättchen vor der Blüte geerntet, dann ist der Verzehr unbedenklich.

Indikation:

Vitamin C Mangelerscheinungen, Hautunreinheiten als Tee innerlich und äußerliche Anwendung  mit Kamille

Inhaltsstoffe:

Saponine, Protoanemonine, viel Vitamin C

Kulinarisches

Auf jedem Fall sollte das Scharbockskraut roh verzehrt werden. Aber es bereichert nicht nur unseren Frühlingssalat.
Man kann auch ein Scharbockskraut Pesto herstellen oder mit in das Smoothy mixen.
Auf dem Frühstücksbrot macht es sich auch ganz gut.
Aber bedenkt, wenn die ersten Knospen sich zeigen, sollte man wegen der Scharfstoffe dieses Kraut nicht mehr ernten. Dann gibt es allerdings ja noch reichlich andere grüne Frühlingskräuter.

 

Scharbockskrautblütenteppich

alle Fotos  copyrights Niseema Dorothea Broos 

Ich wünsche euch eine gute Gesundheit 

Herzliche Kräutergrüße eure Kräuterfrau
Niseema Dorothea Broos
Kräuterpädagogin® Volksheilkunde

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